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Riot Games stört das Franchise-Geschäftsmodell von League of Legends

16. März 2024 7 Min. Lesezeit
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Riot Games stört das Franchise-Geschäftsmodell von League of Legends

Der Spieleentwickler und Publisher Riot Games stellt das Geschäftsmodell für franchisierte League of Legends-Teams auf den Kopf. In einem aktuellen Blogbeitrag von John Needham, President of Esports bei Riot Games, skizzierte das Unternehmen bedeutende Änderungen, die darauf abzielen, mehr Umsatz für Teams zu generieren und die Abhängigkeit von Sponsoring in einer schwierigen Phase für die Branche zu verringern. Nach dem neuen Modell verschiebt sich der Fokus von der Umsatzbeteiligung an Sponsoring hin zur Beteiligung an Erlösen aus digitalen In-Game-Käufen. Dieser strategische Wandel erkennt das Potenzial, die riesige Spielerbasis des Spiels und ihr Engagement für In-Game-Inhalte zu monetarisieren. Durch die Nutzung dieser Einnahmequelle erhalten Teams eine nachhaltigere finanzielle Grundlage und mehr Kontrolle über ihr finanzielles Schicksal.

Die Änderungen werden sich auf Teams in Schlüsselregionen auswirken, darunter die LCS (Nordamerika), die LEC (EMEA) und die LCK (Korea). Riot Games befindet sich jedoch noch in Gesprächen mit der LPL (China), um zu klären, wie sich deren Geschäftsmodell entwickeln könnte. Dieser kühne Schritt von Riot Games spiegelt ihr Engagement für den langfristigen Erfolg und die Stabilität des League of Legends-Esport-Ökosystems wider. Durch die Diversifizierung der Einnahmequellen und die Verringerung der Abhängigkeit von externen Sponsoring werden Teams besser darauf vorbereitet sein, Branchenschwankungen zu überstehen und weiterhin auf höchstem Niveau zu konkurrieren. Insgesamt stellt dieser strategische Wandel einen bedeutenden Meilenstein in der Entwicklung des Franchise-Geschäftsmodells von League of Legends dar und gewährleistet eine nachhaltigere Zukunft für die Teams und die gesamte Esport-Landschaft.

Riot Games’ Umgestaltung des League of Legends-Esport-Geschäftsmodells

Riot Games hat kürzlich einen umfassenden und ehrgeizigen Plan angekündigt, um das Geschäftsmodell für Franchise-Teams im League of Legends-(LoL)-Esport-Ökosystem neu zu gestalten. Die Vision des Unternehmens sieht die Schaffung eines Global Revenue Pool (GRP) vor, der eine zentrale Rolle bei der Generierung von Einnahmen und deren Verteilung unter den Teams nach verschiedenen Faktoren spielen wird. Nach diesem neuen Modell wird ein erheblicher Teil der Einnahmen aus digitalen LoL-Esport-Inhalten stammen, einschließlich In-Game-Käufen. Riot Games zielt darauf ab, die immense Popularität und das Engagement der Spielerbasis des Spiels zu nutzen, um die finanzielle Unterstützung für die Teams voranzutreiben. Durch die Nutzung des Umsatzpotenzials von digitalen In-Game-Käufen hofft das Unternehmen, den Teams eine nachhaltigere und diversifiziertere Einnahmequelle zu bieten und ihre Abhängigkeit von traditionellen Sponsoring zu verringern. Der GRP wird die Einnahmen nach einer dreistufigen Zuteilungsstruktur an die Teams verteilen. Fünfzig Prozent der GRP-Einnahmen werden gleichmäßig unter den globalen Tier-1-Teams aufgeteilt, um eine faire Verteilung der Mittel zu gewährleisten. Weitere 35 % werden basierend auf der Wettbewerbsleistung zugeteilt, aufgeteilt in zwei separate Pools. Ein Pool berücksichtigt die Platzierungen in den regionalen Ligen, während der andere die Platzierungen bei internationalen Events einbezieht. Dieser Zuteilungsmechanismus incentiviert Teams, gute Leistungen zu erbringen und auf höchstem Niveau zu konkurrieren, was ihren finanziellen Erfolg vorantreibt.

Die verbleibenden 15 % der GRP-Einnahmen werden einem Konzept namens “Fandom Shares” gewidmet. Dieser innovative Ansatz soll Teams dafür belohnen, dass sie starke und leidenschaftliche Fanbasen aufbauen. Allerdings hat Riot Games noch keine expliziten Details zu den spezifischen Kriterien für die Messung von Fandom und die Verteilung dieser Anteile bekannt gegeben. Dennoch unterstreicht diese Initiative die Anerkennung des Unternehmens für die Bedeutung von Fan-Engagement und den Wert, den es für das gesamte Esports-Ökosystem bringt. Zusätzlich zu den GRP-Einnahmen plant Riot Games, den Teams ein festes Stipendium zu gewähren. Dieses Stipendium dient als grundlegendes finanzielles Unterstützungssystem, um sicherzustellen, dass die Teams ein stabiles Grundeinkommen haben. Während das neue Modell von der Aufteilung von Sponsoring-Einnahmen abrückt, hat sich Riot Games verpflichtet, 50 % der anderen direkten Einnahmen wie Sponsoring und Medienrechte beizusteuern, sobald das Unternehmen seine jährliche Investition in LoL Esports zurückgewonnen hat. Diese Verpflichtung zeigt Riots Engagement für die Unterstützung der Teams und die Förderung eines nachhaltigen finanziellen Umfelds. Darüber hinaus beabsichtigt Riot Games, den Prozentsatz der Einnahmenbeteiligung zu erhöhen, den die Teams aus digitalen Inhalten von LoL Esports erhalten. Obwohl die genaue Zahl nicht bekannt gegeben wurde, zeigt diese Entwicklung das Engagement des Unternehmens, den Teams einen bedeutenderen Anteil an den aus digitalen Inhalten generierten Einnahmen zu gewähren. Diese Erhöhung der Einnahmenbeteiligung, zusammen mit den Plänen für bevorstehende Veröffentlichungen digitaler Produkte, unterstreicht Riots Fokus auf die Maximierung von Engagement und Einnahmepotenzial innerhalb des Esports-Ökosystems.

Riot Games lässt sich vom erfolgreichen VALORANT-Esports-Modell inspirieren, das ein “Partnerteam”-System verwendet. In diesem Modell erhalten Partnerteams einen Anteil an den Einnahmen aus dem Verkauf von In-Game-Esports-Gegenständen. Das VALORANT-System hat sich als lukrativ erwiesen: Allein im Jahr 2023 verdienten die Teams gemeinsam 33 Millionen US-Dollar mit dem Verkauf von In-Game-Gegenständen. Dieses erfolgreiche Beispiel hat Riots Richtung bei der Neugestaltung des League of Legends-Esports-Geschäftsmodells beeinflusst. Die vorgeschlagenen Änderungen des Geschäftsmodells zielen darauf ab, langfristige Nachhaltigkeit für die Teams und das gesamte LoL-Esports-Ökosystem zu schaffen. Riot Games möchte einen finanziellen Rahmen schaffen, der die Interessen der Esports-Organisationen und der Liga selbst in Einklang bringt. Indem sich Riot vom traditionellen Modell des Wettbewerbs um begrenzte Sponsorengelder abwendet, will das Unternehmen Zusammenarbeit und gemeinsame Anreize zwischen Teams und Liga fördern und letztlich das Wachstum und den Erfolg des LoL-Esports-Ökosystems vorantreiben. Diese Änderungen bringen zwar erhebliches Potenzial, doch gibt es noch Details zu klären und mögliche Herausforderungen zu bewältigen. Riot Games erkennt die Notwendigkeit einer fortlaufenden Zusammenarbeit und Kommunikation mit Teams und Stakeholdern an, um einen reibungslosen und erfolgreichen Übergang zum neuen Geschäftsmodell zu gewährleisten. Während sich die Esports-Branche weiterentwickelt und reift, spiegelt der proaktive Ansatz von Riot Games zur Anpassung des Geschäftsmodells das Engagement für den langfristigen Erfolg und die Nachhaltigkeit des League of Legends-Franchise wider.

Riot Games’ Änderung des Umsatzmodells: Die Esports-Landschaft navigieren

Diese Verschiebung des Umsatzmodells erfolgt zu einer Zeit der Unsicherheit für Organisationen, die sich mit der Herausforderung auseinandergesetzt haben, während des anhaltenden “Esports-Winters” nachhaltige Einnahmen zu erzielen. Needham erkannte die Schwierigkeiten an, mit denen Teams konfrontiert sind, verstärkt durch die schwerwiegende Belastung der Franchise-Einstiegsgebühr von League of Legends, die etwa 10 Millionen US-Dollar beträgt. Er betonte jedoch auch in seinem Beitrag, dass Behauptungen, der Esports stehe vor einem “unmittelbaren Untergang”, stark übertrieben sind. Er verwies auf die steigenden Zuschauerzahlen, die LoL-Esports in vergangenen Saisons verzeichnet hat, als Beweis für seine anhaltende Beliebtheit. Needham drückte sein unerschütterliches Engagement aus, unvergessliche Spielerlebnisse zu liefern, und unterstrich die beispiellosen Investitionen von Riot Games in den Esports innerhalb der Branche. Er hob hervor, dass LoL-Esports derzeit die begehrte Position als Nummer eins im globalen Esports innehat und mit einer leidenschaftlichen Community, prestigeträchtigen Teams, Top-Spielern und einem unvergleichlichen Erbe aufwartet. Needham skizzierte die Absichten des Unternehmens, diese Position auszubauen und zu festigen, um ihre Langlebigkeit für aktuelle und zukünftige Spieler zu gewährleisten.

Er betonte, dass es unterwegs laufend Änderungen und Anpassungen geben wird, alle mit den übergeordneten Zielen, die Qualität ihrer Spiele zu verbessern, ihre Spieler besser zu bedienen und Nachhaltigkeit im gesamten Ökosystem für Riot Games und ihre Partner zu erreichen. Dieser neueste Blogbeitrag von Needham erscheint zehn Monate nach seinem vorherigen Eintrag in der One Shot-Serie. In diesem früheren Beitrag befasste er sich mit der Philosophie und Herangehensweise von Riot Games an den Esport und gab Einblicke in die übergeordnete Vision und Strategie des Unternehmens. Der aktuelle Beitrag baut auf dieser Grundlage auf und unterstreicht das anhaltende Engagement von Riot Games für den Esport-Bereich und sein unerschütterliches Bekenntnis, die Branche voranzutreiben.

Während sich die Esport-Landschaft weiterentwickelt, bleibt Riot Games standhaft in seinem Streben nach Exzellenz und Innovation. Mit seinen robusten Investitionen, seiner leidenschaftlichen Community und seinem unvergleichlichen Vermächtnis ist LoL Esports bestens gerüstet, um angesichts von Herausforderungen zu gedeihen und stärker denn je daraus hervorzugehen. Durch laufende Anpassungen und einen Fokus auf Nachhaltigkeit will Riot Games seine Position als führendes Unternehmen in der Esport-Branche festigen, kontinuierlich Grenzen verschieben und außergewöhnliche Erlebnisse für Spieler und Fans gleichermaßen bieten.

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