Die Geschichte von Sion
Der Held, den Noxus nicht sterben ließ
Sion erlangte seine Legende auf die altmodische Art: Er erwürgte einen demacianischen Herrscher mit bloßen Händen im Namen von Noxus, einem Imperium, das Wert einzig an Stärke misst. Der Tod hätte das Ende der Geschichte sein sollen. Stattdessen weigerte sich Noxus, einen Helden dieses Kalibers ruhen zu lassen, und zerrte ihn zurück, um dem Imperium erneut zu dienen — diesmal ohne nennenswerten Körper.
Was hinter der Rüstung zurückbleibt
Der Sion, der zurückkehrte, ist nicht der Mann, an den sich Noxus erinnert. Sein Gemetzel unterscheidet nicht mehr zwischen Freund und Feind, und die groben Platten, die auf seinen verrottenden Rahmen geschraubt sind, schützen ihn weniger, als dass sie zusammenhalten, was von ihm übrig ist. Irgendwo zwischen den Hieben seiner Axt versucht er noch immer, sich zu erinnern, wer er einst war, doch der Kriegsheld und die Waffe, die Noxus wiederbelebte, sind nicht mehr ganz dasselbe.
Diese Instabilität zeigt sich direkt in seiner Kampfweise. Zerschmetternder Schlag belohnt Geduld und lässt ihn einen Hieb aufladen, der Gegner zurückstößt, wenn er lange genug gehalten wird. Seelenofen verleiht ihm einen Schild, den er auf Befehl zünden kann, und jeder Kill, während er aktiv ist, vergrößert dauerhaft seine maximalen Lebenspunkte – ein verstörendes Wachstumsritual, das auf Tod aufbaut. Brüllen des Schlägers entfernt Rüstung und verlangsamt, was er trifft, und Unaufhaltsamer Ansturm lässt ihn in eine einzige Richtung preschen, wobei er schneller wird, je länger er auflädt. Selbst das Sterben stoppt ihn nicht ganz: Seine Passive, Ruhm im Tod, lässt ihn nach dem Tod kurz wiederauferstehen, schnell zuschlagen und sich von dem Schaden heilen, bevor sein Körper endgültig versagt. Es ist der klarste Ausdruck dessen, was aus ihm geworden ist – ein Soldat, der die Grenze zwischen Weiterkämpfen und bereits Totsein nicht mehr erkennt. Als Tank und Kämpfer eingestuft, ist Sion für die Top-Lane gebaut, und alles, was er tut, zehrt von Mana statt von der Wut oder Energie, auf die sich andere Bruiser verlassen – eine seltsame Spur von Disziplin in einem ansonsten hirnlosen Killer.
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